Dienstag, 1. Oktober 2013

Die emotionale Intelligenz ist erlernbar



Die emotionale Intelligenz ist erlernbar. In Amerika ist sie in einigen Staaten sogar Unterrichtsfach. Die Kinder lernen anhand einer großen Karte, auf der die Mimik der daruaf abgebildeten Gesichter verschiedene Emotionen ausdrücken, wie jemand aussieht, der wütend, traurig, glücklich oder angeekelt, etc. ist. Zu dieser Initiative kam es, aufgrund des Verhaltens einer Gruppe von Kindern, die einen Mitschüler zusammengeschlagen hatten, weil sie seinen friedlichen Gesichtsausdruck als aggressiv gedeutet hatten.

Unsere Gefühle gehören zu uns, es hilft nichts, sie zu verdrängen. Sie bahnen sich auf jeden Fall ihren Weg, warten auf ihre Gelegenheit und sind dann ganz plötzlich da, in dem Moment, in dem wir uns entspannen und nicht mit ihnen rechnen.

Und schon ist es passiert! Wir sind übermannt, unseren Gefühlen hilflos ausgeliefert, wollen sie nicht, können uns aber ihrer nicht erwehren.

Es gibt keine positiven oder negativen Gefühle, es gibt nur Gefühle. Natürlich können ihre Auswirkungen angenehm oder unangenehm sein, aber wir müssen in jedem Fall mit ihnen rechnen, sie akzeptieren, mit ihnen dialogieren und sie in unseren Alltag integrieren.

Gefühle sind Gefühle und lassen sich nicht wie ein aus der Mode gekommenes Kleidungsstück ablegen. Aber gerade die Gefühle geben dem Leben seinen Pfiff. Wie furchtbar wäre es, wenn alles nur über unseren Kopf laufen und wir wie Marionetten funktionieren würden, dirigiert von denjenigen, die die Schnüre in Händen halten.

Gefühle bewusst zulassen, beobachten welche Reaktionen sie in uns und den anderen auslösen, verlangt Aufmerksamkeit, genaues Beobachten, Zuhören, Hinschauen und Mitfühlen. All das ermöglicht die Entwicklung eines verstärkten empathischen Empfindens.

Die eigenen Gefühle zulassen, setzt Energien frei, die für das Verdrängen aufgebracht werden müssten. Schämen wir uns nicht mehr für das uns eigene Empfinden, stehen wir zu ihm und lassen wir andere daran teilhaben, geben wir uns die Chance als Einheit nicht von unseren "Feinden", d.h. den Gefühlen, überrascht zu werden.

Verstecken wir uns weniger und öffnen wir unsere Gefühlswelt, haben wir eine bessere Kontrolle und gehen zugleich unangenehmen Überraschungen aus dem Weg. Durch die Integration unserer emotionalen Intelligenz bilden wir die Grundlage eines harmonischen Zusammenwirkens zwischen kognitiver und emotionaler Intelligenz.

Unser Selbstbewusstsein und unsere Erfolgsaussichten, egal ob im Beruf oder im Privatleben, haben somit größere Chancen. Wir können uns freier fühlen und müssen nicht mehr einen wesentlichen Teil von uns selbst vor uns selbst und den anderen verstecken.

Die psychologische Online-Therapie bietet eine wertvolle Hilfe, die eigene emotionale Intelligenz zu entdecken, zu fördern und zu integrieren.

Autor / Information

Maria Magdalena Schlett Capanna: "Ich bin EuroPsy-Psychologin, Expertin in Klinischer und Traumapsychologie und Online-Beraterin bei Therapion.com 

Als Playtherapist (Spieltherapeutin) und Lehrerin arbeite ich mit verhaltensgestörten Kinder und habe viel Erfahrung mit Migrationsproblemen."

THERAPION.COM

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